...Und zum Ende wird alles gut !

Juni und Juli.. meine letzten zwei Monate in einer anderen Welt..eine Welt die ich nun schon zweite Heimat nennen mag..

Hallo meine Lieben,
und schon wieder ist ein Monat rum, ein Monat gefuellt von dem Jubel und Traenen der Weltmeisterschaft, von Junispielen mit irren Taenzen auf den Plaetzen Belems, Besuch von Mama und Papa  und den Abschuluss aller Projekte in denen ich gearbeitet habe!

Also jede Menge ist passiert.... ich werde mich jedoch trotzdem kurz halten in dieser Mail und nur das wichtigste vom Juni berichten, denn an meiner Stelle werden diesesmal meine Eltern berichten.. sie haben mich eine Woche im atemberaubenden Amazonien besucht und berichten davon...

Ich moechte mich bedanken bei all denen die mir eine Mail auf die letzte Rundmail geschrieben haben, ich habe mich sehr darueber gefreut!

Juni:

Fuer die Kinder von unserem Projekt ICUI, gab es im JUNI einen Ausflug in einem Club mit Schwimmbad... ein Traum fuer viele Kinder, der nur einmal im Jahr war wird. Ich habe gut 4 Stunden mit den Kindern im Plantschbecken-hohen Schwimmbad getobt udn hatte dabei genau so viel Spass wie die Kleinen =)
Ueber mein Jahr in Belem, sind mir die Kinder vom ICUI am meisten ans Herz gewachsen, so war der Abschied letzte Woche recht traurig udn doch sehr herzlich... ich habe versprochen Briefe zu schicken und wer weiss, vielleicht habe ich ja irgendwann noch einmla die Gelegenheit sie zu beuschen, sie sind wunderbaren Kinder!

Nach harten Proben im Mai und Juni hatten die Kinder aus der Vila da Barca ihre erste Floetenauffuehrung in ihrem Stadtteil, welches ein Sommerfest organisierte. Nach langem warten, war der Moment gekommen.. und ich finde sie sich super praesentiert. Sie haben zu siebt ein Stueck praesensiert. Auch von ihnen musste ich mich verabschieden. Der Floetenlehrer und ich sind gestern noch einmal in die Vila gefahren um den Kinder Tschuess zu sagen. Denn das geplante Ferienprogramm ist leider ins Wassergefallen. Allen Projektkindern habe ich einen Leuchtengel geschekt, den sie in ihr Zimmer oder an ihre Kleiderung machen koennen, er reflektiert und soll ihnen einen Segen und Schutz fuer ihre Zukunft geben.

Im Juni hatte ich das erste mal mit eine, anderen Gemeindemitglied die Verantwortung fuer die Musik im Gottesdienst. Er spielte Gitarre und ich spielte Floete oder sang.  Dafuer das wir keine Profis sind, war es gar nicht schlecht udn die Gemeinde mocht es. Dieses Sonntag, mein letzten Sonntag in der Gemeinde spielen wir nochmal...
Mein Abschiedsgottesdienst war schon am 4.Juli... es war ein sehr schoener und beruehrender Gottesdienst mit viel Musik, vielen Gaetsen und vielen lieben Worten...

Jetzt ist schon fast alles vorbei... ich habe noch genau eine Woche in Belem. Die Projekte sidn abgeshchlossren und von der Gemeinde habe ich  mich verabschiedet, fast alle sind in die Ferien gefahren.
So bleibt mir die letzte Woche um die Zeit mit Carlos, meinem Freund, zu geniessen, Koffer zu packen und sich auf den Abschied vorzubereiten... das DAS jetzt wirklich ein Jahr war ist fue rmich schwer zu begreifen...irgendwie ist die Zeit sehr gerannt.. und doch habe ich soo viele Erfahrungen gemacht, so viel Erlebt...- ein Teil meines Herzens werde ich wohl in dieser Stadt lassen... und doch freue ich mich schon sehr meine liebsten, Familie und Freunde wieder  zu sehen... =)

Das ist nun meine vorletzte Rundmail... denn den Abschlussbericht, den ich noch fuer meine Organisastion schreiben werde, sende ich euch auch zu.
Leider gibt es im  Moment keine neuen Fotos auf dem Blog, aber ich denke spaetestens nach meiner Ruekkehr bekomme ich das hin, fuer diejenigen , die nicht in meiner Naehe wohnen.

então...beijos queridos...foi um tempo ótimo!
Annika                                                                   und nun der Bericht von Mama und Papa:


Mit Annika und Cibele´s Carlos im Icui, Samstag,03.07.2010
"Habe ich Dir eigentlich schon erzaehlt, dass Juni,Juli die Zeit ist, in der die /Jungsund jungen Maenner Drachen steigen lassen? Drachen an EINEM Band, die sie selber bauen und pipa  nennen?"
kaum hatte Annkika mich dies gefragt auf dem Weg mit Carlos zum ICUI erreichten wir das Icuigebiet. Hier leben Menschen in Holzhaeusern oder in Steinhaeusern , ohne vernuenftige Infrastruktur.
Deswegen hatte Carlos auch den hochbockigen VW Bulli genommen fuer den Weg hierher und nicht den flachliegenden Fiat UNO von Cibele. Nach vielem Geholper auf den letzten 500 Metern im ersten Gang erreichten wir das Grundstueck, das die Gemeinde vor 10 Jahren gekauft hatte. Hier machen Praktikantinnen und Voluntaere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Uns begruesste auf der Wiese THIAGO mit seinem Pipa-Drachen. Stolz darauf, als Carlos ihn fuer sein gelungenes Flugspielzeug gelobt hatte. Nach und nach kamen Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 13 Jahren ueber die Wiese angelaufen. Die kleinste, Pamela, kam getragen auf Aynaras Armen. Die 6jaehrige Patricia, die mir, vertraeumt, wie sie war, viel juenger erschien, sodann die beiden Teenager Deborah und Brenda und andere. Alle begruessten Annika und Carlos mit anschmiegsamen Umarmungen, ein zwei von den Juengeren sogar mich. Alle waren gespannt, was Annika sich heute fuer sie ausgedachtg hatte.
Unter dem ueberdachten Rundplatz wurde im Kreis stehend begonnen. Annika stellte mich als ihren Papa vor, das fanden alle interessant, dass Annika ihren Papa leibhaftig mitgebracht hatte. Sodann wurden mehrere Kinderlieder gesungen, und zwar mit Begeisterung, eins mindestens war mir aus Deutschland bekannt.
Deutschland, Alemanha- weit weg, und doch wussten alle Kinder, wo es liegt. Denn Annika hatte mit den Kindern seit Beginn der Fussballweltmeisterschaft eine Weltkarte gemalt. Auf ihr machten sich die Kinder und Jugendlichen klar, wo welches Land liegt, aus dem gerade Fussballer spielten. Auch die Nationalflaggen lernten die Kinder auf diesem Wege kennen. Einige Ergebnisse von Spielen wurden auf der Karte eingbetragen, und das seit ueber vier Wochen. - Nun kam die Ueberraschung: Wir gingen auf die Wiese und packten mit den Kindern gemeinsam das Schwungtuch aus. Es folgte eine kurze Einleitung von Annika und dann unter ihrer Regie Spass ohne Ende. Es wurde immer deutlicher: Angelika und ich hatten der Gemeinde genau das Richtige mitgebracht.
Nach 25 Minuten Freude an dem Schwungtuch ging es wieder in das Rund vom Anfang, es wurde Popkorn gegessen und Wasser getrunken. Zuletzt beteten wir im Kreis stehend, einander anfassend ein Fuerbittgebet und das Vaterunser. Die Kinder waren bei allem mit dem Herzen und voller Aufmerksamkeit dabei. Sie halfen sogar gerne beim Aufraeumen. Zum Abschied umarmten die Kinder wieder ihre Gaeste im ICUI auf das Herzlichste.
Annika sagte mir auf dem Heimweg, sonst kaeme hierher niemand und mache Angebote fuer die Kinder. Viele Organisationen seien zunaechst gekommen, dann wieder gegangen als deutlich wurde, dass wegen der Grossen Unsicherheitslage viele Familien diesen Ort wieder verlassen hatten. Eine Fahrt mit dem Bus von der Kiurche in Belem und zurueck mit Carlos und den VoluntaeInnen koste 20 Reais, das sind dann 160 Reais im Monat fuer 8 mal anderethalb Stunden Freude  im ICUi. Nach 8 Minuten Holperfahrt ueber den unbefestigten Weg schloss sich der erste Stadtteil mit alt-gewachsener Struktur an, mit Geschaeften und Schulen. Zwischen diesem also und dem Wald liegt : ICUI, der Ort , an dem die Kinder und Jugendliche vor allem auf eines warten: auf Wertschaetzung and Anerkennenung.
 
Bei Annikas Freund zu Hause, 03.07.2010, nachmittags.
Zweimal waren wir im Hause von Annikas Freund in Belem, bei Carlos. Er hatte uns schon am 02.07. eingalden, dass wir das Fussballspiel Brasilien gegen Holland gemeinsam ansehen sollten. Und wir hatten die 2:1 Niederlage Brasiliens gemeinsam erlitten. Carlos hatte uns anschliessend selbst bekocht.
Nun  waren wir einen Tag spaeter von seiner Mutter eingeladen. Eigentlich waren wir schon mittags eingeladen gewesen, zum Essen. Angelikas Rueckenschschmerzen erlaubten uns das nicht. Annika, Cibele und ich fuhren mit Angelika ins Krankenhaus und dort wurde sie mit einem Schmerzmitteltropf behandelt. Waehrenddessen hatten Annika und ich Zeit, das Spiel Deutschland gegen Argentinien zu geniessen und uns ueber den 4:0-Sieg zu freuen.
Wir kamen erst um 15.45 Uhr zu Carlos Haus, wohin uns die fuersorgliche Cibele-fast vor die Haustuer- gefahren hatte. Carlos Mutter Geralda begruesste uns auf das Herzlichste. Dazu gehoert die feste Umarmung, und eine Vielzahl freudlichster portugiesischer Worte, die wir alle als eine Sprache des Herzens verstanden. Dazu gehoert aber schliesslich auch die Bitte, am reichgedeckten Tisch Platz zu nehmen. Alle anderen hatten vorher schon gegessen: alle anderen, das heisst alle Cousinen und Cousins, Onkel und Tanten von Carlos und einige Grosscousinen und Grosscousins.Dazu Freundinnen
der Familie. Auch Kerto aus Estland und Anna aus Hamburg. So waren auf kleinsten Raum eine grosszahl von Personen versammelt. Geralda hatte ein Churrasco fuer uns gemacht, Berge von wunderbar duftendem und noch besser schmeckendeen Spiessen von Rind und Gefluegelfleisch. Ferner standen ein Fischauflauf und  Bohnensuppe auf dem Tisch , dazwischen Gewuerze aus Para. Als Getraenke wurden angeboten Saefte aus Para, Mineralwasser nd Leichtbier aus Para, gekuehlt auf 10 Grad. So trinkt man es hier ausschliesslich. Die 600 ml-Flasche Bier wir niemals allein von einem getrunken, immer gemeinsam, so wir in Deutschland uns eine Flasche Wein teilen.
Richtig interessant wurde es spaeter draussen auf der Strasse vor dem Haus. Carlos holte seine Capoeira-instrumente aus dem Schrank, begann rhythmisch darauf zu spielen und Geralda begann sofort, mitten auf der Strasse dazu froehlich zu tanzen: froehlich wegen so vielen Besuches bei sich zu Hause, froehlich auch, weil ihre Tochter Henata mittags aus dem fernen Berlin  angerufen hatte, wo sie mit ihrem Freund lebt. Auch die Mutter von Geralda gesellte sich aus der Nachbarschaft im Laufe des Tages noch interssiert und ausgelassen dazu, auch fuer sie ghab es noch viel von den Speisen zu probieren, gab es viel Freude, die geteilt werden wollte.
 
Annikas Abschiedsgottesdienst am Sonntag, dem 05.07.2010
Ein bunter schoener /gottesdienst mit viel Musik,einer annerkennenden Wuerdigung der Arbeit von /annika in diesem einen Jahr in den verschiedenen Projekten,in denenen sie mitgearbeitet hat und einem intensiven Gebet von  Pastorin Cibele Kuss fuer sie und einem gemeinsamen Segen der ganzen Gemeinde . Das war sehr bewegend.Annika hielt auch eine rede und bedankte sich fuer das Jahr.
Sie hatte fuer jeden einen kleinen Marienkaefer als Zeichen , das Sylvester und Neujahr verschenkt wird.
Auch fuer sie geht jetzt ihre Zeit dort zuende und beginnt etwas neues genau so wie fuer die Gemeinde , die eine neue Voluntaerin erwartet.
Unser Geschenk fuer die Gemeinde wurde gleich ausprobiert, ein regenbogenfarbenes Schwungtuch.
Es kam super an.
 
Angelika,Vigo und Annika in Belem 1.7.-8.7.2010
Bereits als feststand, dass annika nach Belem gehen wuerde,war unsere erste Idee, dass wir als Eltern sie dort besuchen wollen.Brasilien - eine reise auf einen anderen kontinent
das haetten wir ohne Annika nicht in angriff genommen.Seit Dezember 2009 haben wir uns auf diese Reise vorbereitet und gefreut.
Am 1;Juli 13.20 Uhr landeten wir in Belem.Es war schoen, /annika in die arme
zu schliessen nach einem Jahr der Trennung.Carlos, ihr Freund war auch mitgekommen und wir haben ihn gleich erkannt .
Dann ging es los.Annika war unser Guide.Wir liessen uns gern von ihr leiten.Sie hatte ein volles Programm fuer uns geplant.Jeden Tag gab es neue Eindruecke und Orte, die wir gesehen haben:  die klimatisierten Docas oder  der heisse und laute Martkt mit brasilianischen Spezialitaeten, der Gottesdienst der Gemeinde oder das Essenm in der Familie von Carlos, die Hektik der Stadt Belem auf den Strassen oder die Ruhe der Oase der Pousada Ventania auf der Ilha da Marajo.
Sie war unser Guide auch in Bezug auf unsere Sicherheit.Es hiess bei ihr Schmuck ab,Uhr ab,Flip Flops an,Geld ziehen im Supermarkt und im BH verstecken fuer den Rueckweg in ihr Zimmer in der Paroquia, in dem wir in dieser Zeit schlafen durften. Es galt unauffaellig zu bleiben als Schutz vor Diebstahl und Ueberfall.Reiche, so hoerten wir, wohnen in den modernen Hochhaeusern, um sich gemeinsam einen sicherheitsdienst zu leisten, der sie schuetzt. 
Alle anderen schuetzen sich mit dicken Eisengittern vor ihren Tueren;einige Strassen sind voellig tabu fuer die, die etwas mehr haben und am abend geht man nicht mehr allein auf die Strassen.